Mastdarmvorfall

Was ist ein Mastdarmvorfall bzw. Rektalprolaps?

Beim Mastdarmvorfall (= echter Prolaps oder Totalprolaps) kommt es zur Ausstülpung aller Darmwandschichten nach extraanal.

Wenn sich nur die Schleimhaut des oberen Analkanals bzw. des unteren Rektums aus dem Analkanal stülp, spricht man von Analprolaps (= unechter Prolaps).

Was ist Ursache eines Prolaps?

  • echter Prolaps (Rektumsvorfall): Beckenbodenschwäche und ein mobiler Mastdarm
  • unechter Prolaps (Analhautvorfall): Hämorrhoiden, Pressen bei Obstipation

Welche Beschwerden treten auf?

  • Vorfall beim Pressen oder spontan beim Stehen und Gehen
  • Schleimabgang, Nässe
  • Blutungen
  • Juckreiz
  • Schwellungen

Welche Komplikationen können auftreten?
Bei 50% der Patienten tritt Stuhlinkontinenz auf.

Welche Untersuchungsmethoden werden angewendet?

  • Gespräch
  • proktologische Untersuchung - Rektoskopie
  • Defäkographie (= radiologische Untersuchung der Stuhlentleerung )
  • Biopsie von Ulzera (= tiefliegende Substanzdefekte)
  • Sphintermanographie

Welche Therapie wird angewendet?

  • ballaststoffreiche Kost
  • abschwellende Maßnahmen
  • Bettruhe
  • feuchte Kochsalzumschläge
  • Entzündungshemmer und lokale Kortisontherapie
  • Hämorrhoidektomie (Analprolaps)
  • operative Therapie bei therapieresistentem echtem Prolaps

Nachbehandlung:

  • ballaststoffreiche Kost
  • körperliche Schonung
Mastdarmvorfall
Wenn sich nur die Schleimhaut des oberen Analkanals bzw. des unteren Rektums aus dem Analkanal stülp, spricht man von Analprolaps
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