Schmerztherapie

Behandlung von Schmerzen, die trotz Therapie länger als 3 Monate anhalten (WHO-Kriterium "Chronischer Schmerzpatient")

Schmerzen unterschiedlicher Ursache stellen einen einschneidenden Faktor im Leben des Menschen dar. Oft werden diese lange konservativ (Medikamente, Infiltrationen, Infusionen) behandelt, wobei die Schmerzreduktion meist nur gering und/oder nur von kurzer Dauer ist. Über diese konventionellen Methoden hinausgehende Verfahren werden in Österreich nur in wenigen Spezialzentren und von interventionell und operativ tätigen Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung durchgeführt. Die angebotenen Therapieformen stellen das Optimum dar, das chronischen Schmerzpatienten bei Versagen der konventionellen Behandlungen im niedergelassenen Bereich angeboten werden kann.

Medizinische Schwerpunkte, Spezialgebiete

  • neuropathischer Schmerz (z.B. Trigeminusneuralgie, Schmerzen nach Gürtelrose)
  • therapieresistente Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Bandscheibenvorwölbungen, -vorfälle (ohne neurochirurgische OP-Indikation)
  • Wirbelkörpereinbrüche (Osteoporose, Tumor)
  • chronische postoperative und posttraumatische Schmerzen
  • Ischämieschmerzen (Schmerzen bei Durchblutungsstörungen)
  • Phantomschmerzen
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen, Migräne (bei Therapieresistenz nach neurologischer Abklärung)
  • Tumorschmerzen

Behandlungsformen

  • Medikamentös
  • Nervenblockaden
  • Sympathikusblockaden
  • Epidural / Spinalkatheter
  • TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
  • Implatation von Schmerzpumpen
  • Gepulste Radiofrequenztherapie (PASHA-Elektrode)
  • Rückenmarksstimulation (Spinal Cord Stimulation)
  • Periphere Stimulation (Subcutane Nerv Stimulation)
  • Ozonnukleolyse
  • Vertebroplastie

Vermittlung an speziell ausgebildete Fachkollegen bei entsprechender Indikation

  • manuelle Medizin
  • psychologische Betreuung
  • Vorstellung bestimmter Patienten in Schmerzkonferenzen mit Vertretern verschiedener Fachrichtungen im Falle einer Aufnahme im KH bei komplexen Indikationen

Invasive Therapien

Invasive Therapien (Katheter, Implantationen, Blockaden) werden aus Gründen der Sicherheit und auch der Qualität prinzipiell im Krankenhaus (Barmherzige Brüder und Privatkrankenanstalten) und Röntgen- (CT-) gezielt im Rahmen einer tagesklinischen oder mehrtägigen Aufnahme durchgeführt.

  • OA Dr. Karl Wohak, Facharzt für Anästhesie u. Intensivmedizin
Schmerztherapie
Schmerzen unterschiedlicher Ursache stellen einen einschneidenden Faktor im Leben des Menschen dar.
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