Darmspiegelung

Informationen und Ablauf, Wann, Risikofaktoren, Komplikationen...

wir haben bei Ihnen, wie besprochen, nach entsprechender Aufklärung und mit Ihrer Zustimmung eine Darmspiegelung durchgeführt.

Sollten Sie eine Propofol-Sedierung erhalten haben, müssen Sie von einer Begleitperson im Medicum abgeholt und nach Hause begleitet werden. 

Es ist normal, dass Sie sich in den Stunden nach der Untersuchung noch etwas matt und müde fühlen. Ihr Reaktionsvermögen kann beeinträchtigt sein und daher dürfen Sie am Untersuchungstag kein Fahrzeug selbst steuern, keine Maschinen bedienen und auch keine wichtigen Entscheidungen treffen. Auch sollten Sie keine Schlafmedikamente ohne vorherige Rücksprache einnehmen.

Nach 24 Stunden nach der Untersuchung bestehen diesbezüglich keine Einschränkungen mehr.

Nach der Untersuchung kann es, bis die während der Untersuchung eingebrachte Luft den Darm wieder verlassen hat, noch zum Auftreten unangenehmer Blähungen kommen.

Sobald Sie sich gut fühlen und keine Blähungen mehr bestehen, können Sie wieder normal essen.

Sollten nach Verlassen der Ordination meDicum Bauchschmerzen, Fieber, Schweißausbrüche, Blutabgang über den Darmausgang oder andere Störungen (z.B. Schwindel oder Übelkeit) auftreten, zögern Sie nicht und informieren Sie uns unverzüglich telefonisch. 

Sollte es irgendwelche Probleme mit der telefonischen Erreichbarkeit geben, stellen Sie sich unmittelbar im medicum vor oder melden sie sich in einem nah liegenden Krankenhaus.

Komplikationen sind selten, jedoch ist es im Falle einer eingetretenen Komplikation äußerst wichtig, sie früh zu erkennen und richtig zu behandeln!

War die Darmreinigung vor der Darmspiegelung nicht erfolgreich genug und es befinden sich noch Stuhlreste im Darm, sind die Untersuchungsvoraussetzungen eingeschränkt. Es erschwert die Detektion von Polypen.

Häufig werden im Rahmen einer Darmspiegelung „Polypen“ entfernt.

Dies ist keineswegs selten oder ungewöhnlich: beinahe die Hälfte der Bevölkerung in einem Alter von 50 Jahren oder älter weist solche gutartigen Wucherungen („Adenome“) im Darm auf.

Es ist jedoch wichtig, diese Polypen zu entfernen, da sich aus ihnen in manchen Fällen ein Darmkrebs entwickeln kann.

Jeder entfernte Polyp wird mikroskopisch untersucht. Das Ergebnis dieser mikroskopischen Analyse („Histologie“) liegt uns 1-2 Wochen nach Ihrer Darmspiegelung vor. 

Wir bitten Sie um telefonische Kontaktaufnahme, unter 01-2123005, um einen Nachbesprechungstermin zum Ergebnis dieser mikroskopischen Untersuchung zu vereinbaren.

Bitte beachten Sie, dass wir aus Datenschutzgründen diese Befunde nicht telefonisch, per Fax oder E-Mail übermitteln dürfen.

Wann zur Darmspiegelung?

Die Darmspiegelung zählt zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen. 

Dr. Salehi Behrooz empfiehlt die Durchführung einer Darmspiegelung: 

  • im Rahmen der Vorsorgekoloskopie ab dem 50. Lebensjahr
  • bei positiver Familienanamnese für Darmpolypen und Darmkrebs
  • Gewichtsverlust ohne Erklärung
  • Blut im Stuhl
  • Eisenmangelanämie
  • Blähungen, langanhaltende Blähungen
  • Durchfall: Chronisch anhaltender Durchfall mit oder ohne Schleimabsonderungen
  • Schmerzen vor allem im Unter- und Mittelbauch ohne erklärbarer Ursache
  • bei Stuhlunregelmäßigkeiten und bei Veränderung des Stuhlverhaltens
  • Nachsorge, Verlaufskontrollen nach Darmkrebsbehandlung und anderen Darmerkrankungen 

 Im Rahmen der Darmspiegelung ist es möglich sowohl die genannten Polypen, welche als Krebsvorstufe definiert sind, als auch bereits vorhandene bösartige Tumoren im Frūhstadium zu erkennen und auch zu entfernen. 

Die Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung des Darms seitens des Patienten (Darmentleerung nach ärztlicher Rücksprache).

Die Darmspiegelung zählt zu den zuverlässigsten Methoden, um Krankheiten wie Darmkrebs, Morbus Crohn oder Colitis ulzerosa frühzeitig zu erkennen. 

Der große Vorteil dieser Untersuchungsmethode ist, dass man gleich Proben entnehmen, zum Beispiel Polypen entfernen oder lokal behandeln kann. 

Komplikationen nach der Darmspiegelung

Nebenwirkungen und Komplikationen seien äußerst selten.

Die Sorge von vielen Patienten sei unbegründet. Laut einer aktuellen Studie sei es in nur 0.00042 Prozent der Fälle zu Komplikationen gekommen. Diese treten meist im Rahmen von Notfalluntersuchungen auf!

  • Blutungen
  • Durchstoßung der Darmwand
  • Schmerzen
  • Blähungen
  • Darmperforation
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Reizungen und Verletzungen der Schleimhaut
  • Perforation
  • Durchfall nach einer Darmspiegelung

Darmkrebs Risikofaktoren

  • Familiäre Risikofaktoren:
    Fachleute sprechen von einem "familiären Darmkrebsrisiko", wenn Eltern, Geschwister oder Kinder eines Menschen bereits Darmkrebs hatten. In diesem Fall ist das Krebsrisiko für nahe Verwandte ebenfalls stark erhöht. Wer ein solches familiäres Risiko hat, sollte frühzeitig zur Darmspiegelung gehen.

  • Chronische Darmerkrankungen:
    Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa zählen zu den Risikofaktoren für Darmkrebs. Betroffene sollten daher ebenfalls frühzeitig die Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen.

  • Diabetes melitus
    Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, erkranken bis zu dreimal so häufig an Darmkrebs wie Nicht-Diabetiker. Grund hierfür ist möglicherweise der erhöhte Insulinspiegel.

  • Lebensstil:

    • Ernährung:
       Mit gesunder Ernährung lässt sich das eigene Darmkrebsrisiko beeinflussen. Als ungünstig gelten rotes und verarbeitetes Fleisch, wenig Ballaststoffe und insgesamt zu viele Kalorien.

    • Bewegung:
      Wer sich ausreichend bewegt und sein Gewicht im Normalbereich hält, kann sein Darmkrebsrisiko ebenfalls senken.

    • Rauchen:
      Raucher haben nicht nur ein höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, auch für andere Krebsarten steigt das Risiko. Wer sein Darmkrebsrisiko senken will, sollte daher auf Tabak verzichten.

    • Alkohol:
      Auch Alkohol steigert die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken. Experten empfehlen, nicht mehr als sieben Gläser Wein oder Bier pro Woche zu trinken.

    • Schlaf:
      Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, erkrankt mit einer 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs als ein Langschläfer, der mehr als sieben Stunden pro Nacht schlummert.

    Die operative Entfernung des Tumors ist fast immer die sicherste Variante den Krebs zu besiegen. Bei der Operation wird der befallene Darmabschnitt entfernt.
    to top